Radfahrer-Club 1903 Ilbenstadt e.V.

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Ilbenstädter Radtouren
KulTOUR „Auf geschichtsträchtigen Wegen von Ilbenstadt zur Ronneburg“

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Radwandern ist eine Ganzjahressportart, die Saison endet und beginnt im Oktober eines jeden Jahres. Die gefühlte „Saisonabschlussfahrt“ von Ilbenstadt zur Ronneburg ist jedoch der Ilbenstädter Start in die neue Saison. Dieser kostete offenbar Überwindung. Bei herbstlichen Bedingungen, einstelligen Temperaturen und Nebel fanden sich an dem Dienstagmorgen gerade mal sechs unentwegte Männer, die in Richtung Ronneburg zogen. Wickstadt, Maria Sternbach, Kloster Engelthal – nur schemenhaft im Nebel erkennbar – waren Stationen auf dem Weg zum Zwischenziel, dem Altenstädter Bahnhof. Auf 31 Kilometer konnte hier die Radtour verkürzt werden, wenn der Altenstädter Bahnof  zum Toureinstieg gewählt worden wäre. Doch war weit und breit niemand zu sehen, der als Mitstreiter in Frage gekommen wäre.

Weiter ging es auf dem Limesradweg in Richtung Hammersbach. Hier holte uns im Angesicht des Radwegnamens, der am historischen Vorbild orientierten Nachbauten des Limes mit Palisaden, Graben und Wachturm,  das Motto unserer Radtour ein. Zweifellos gehört der Limesradweg zu den geschichtsträchtigen Wegen, aber auch die Hohe Straße, auf der wir von Hammersbach in Richtung Altwiedermus fuhren, ein alter Handelsweg von Frankfurt nach Leipzig, ein kleines Stück Weg in einem Fernstraßennetz des historischen Europa. In der Nachbetrachtung, auch dazu wollen wir mit unseren KulTOUREN anregen, zeigt es sich, dass wir in der Tiefe dieses überaus interessante Thema nur angerissen haben. Schon die Nähe der Keltenwelt am Glauberg, seinerzeit ein gut vernetztes eisenzeitliches Zentrum in Europa, legt ein dichtes Straßen- und Wegenetz nahe (siehe www.altwege.de), über das vielfältige Handelsbeziehungen auch über unseren Kontinent hinaus gepflegt wurden. Wir werden das Thema sicher wieder aufgreifen, nicht zuletzt mit einer Radtourenfahrt (RTF) am 25. Juli 2018 im Rahmen des Bundesradsporttreffens mit Start in Langenselbold, die wir zu einer „Zeitreise zum Keltenfürsten“ auf den Glauberg nutzen.

Zurück zur Ronneburg, zu der ein knackiger Anstieg zu bewältigen war. Die Bauherren des 13. Jahrhunderts haben uns mit der Wahl des Bauplatzes für die Sicherungsburg der „Kaiserlichen Wetterau“ auf dem Basaltsporn bewusst dieses „Hindernis“ bereitet, dem mit einer guten Kondition, moderner Fahrradtechnik und im Einzelfall mit einem gut geladenen Akku, beizukommen war. Für den Rest des Weges wappnete man sich mit einer Pause, die zur Besichtigung der Burg einlud, deren Schwerpunkt aber mehr auf das leibliche Wohl gelegt wurde.

Nach kurzer Abfahrt hatte uns das wellige Terrain der Wetterau wieder. Hier und da zeugten die Wirtschaftswege von eifriger Arbeit der Landwirte, doch hinderte dies die Pedaleure nicht. Diebach im Haag, Calbach und Altenstadt wurden passiert. Vor Stammheim hieß es nochmals den letzten Hügel unter die Räder zu nehmen, bevor die letzte Etappe über Stammheim und Assenheim entspannt nach Ilbenstadt gefahren werden konnte. Mit 70 Kilometern in den Beinen gingen die Radler auseinander. Was folgt? Die Planungen laufen!

Impressionen der Radtour zur Ronneburg:

3 Kommentare

  1. Den Termin RTF Ilbenstadt im Rahmen des BRT 2018 haben wir uns vorgemerkt. Sind gespannt auf die Streckenführung.

  2. Schöner Bericht, schade dass wir nicht dabei sein konnten.

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